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04.08.2009
FXX mit vielen Höhen und einigen Tiefen...

Fünf Events, zahlreiche Spitzenergebnisse, ein folgenschwerer Sturz

FXX International Mountain Cycling Team: Fünf Events, zahlreiche Spitzenergebnisse, ein folgenschwerer Sturz

Zwei zweite Plätze durch Katy Hentschel und Achim Matt, ein dritter Platz für Heidi Scharnreiter, Top-Ten-Platzierungen für Steffen Schaal, Stefan Röder und Christoph Gross, zwei Mal Langstrecken-Erlebnisse der schmerzhaften Art für Wolfgang Meyer und Mark Böttger, ein folgenschwerer Sturz für Jasmin Kron – am ersten August-Wochenende lagen Freud und Leid für die Racer des FXX-Teams eng beieinander.

Erzgebirgs-Marathon Seiffen: Podestplatz beim Klassiker

Bei sommerlich heißen Temperaturen gingen Katy Hentschel und Stefan Röder am Sonntag beim 17. Erzgebirgs-Bike-Marathon in Seiffen über die Mitteldistanz an den Start. Bereits in der 12 Kilometer langen Einführungsrunde ging es mächtig zur Sache. Katy fand in Doris Steenfath (Conway Factory Team) eine perfekte Begleiterin, mit der sie einen Großteil der Distanz absolvierte. „Gemeinsam schlängelten wir uns an den Jungs vorbei und hatten jede Menge Spaß“, so Katy nach dem Rennen.

Während Steenfatt sich nach der zweiten Runde weiter in Sachen Spitzenplatz auf der Langdistanz machte, sicherte sich Katy mit einem Rückstand von nur 11 Minuten auf die Siegerin Claudia Seidel den 2. Platz auf der Mitteldistanz.

FXX-Langstreckenspezialist Matej Mayer konnte wieder einmal nicht genug bekommen – und ging über die Langdistanz an den Start. Am Ende sprang ein 17. Platz für Matej heraus.


Stubai Bike-Marathon: Harter Kampf um’s Stockerl

Heidi Scharnreiter hielt am Samstag beim Stubai Bikemarathon in Tirol die Fahne für das FXX-Team hoch. Und das mit großem Erfolg: Bis fünf Kilometer vor dem Ziel kämpfte sie gemeinsam mit Susann Oehring (Fizik-Team) um Rang 2, während die spätere Siegerin Kerstin Brachtendorf (Fiat-Rotwild) den beiden bereits enteilt war.

Leider fand ich an diesem Tag einfach keinen Rhythmus und vor allem die extrem Hitze machte mir auf dem zweiten langen und steilen Anstieg zu schaffen. Bis drei Kilometer vor dem Ziel lag ich immer noch auf Platz 2 vor Oehring, als ich dann leider mit Krämpfen zu kämpfen hatte“, berichtete Scharnreiter im Ziel. So musste sie ihre Konkurrentin um Platz Zwei schlussendlich doch noch passieren lassen und finishte auf einem starken 3. Platz. (2.Rang Damenklasse).

Keiler Bike-Marathon: Matt rast auf’s Podest, Schaal auf der Langdistanz in den Top Ten, Böttger geht die Kraft aus

Die Form für die Trans Schwarzwald stimmt – beim Keiler Bike-Marathon in Wombach (Spessart) erkämpfte sich Steffen Schaal bei widrigsten Bedingungen mit Dauerregen und extrem matschigen Trails gegen starke internationale Konkurrenz den 7. Platz über die Langstrecke (103 Kilometer, 2270 Höhenmeter).

Direkt nach dem Start setzte sich eine etwa zehn Mann starke Spitzengruppe mit dem späteren Sieger Ramses Bekkenk, den Simplon-Texpa-Jungs und ein paar weiteren internationalen Marathon-Hochkarätern ab. Steffen ließ die Gruppe zunächst ziehen und bildete gemeinsam mit dem ehemaligen deutschen Meister, Olympiateilnehmer und späteren Masters-Sieger Ralf Berner (Votec) eine Zweckgemeinschaft bei der Verfolgung.

Mit der Zeit sammelten die Beiden einen um den anderen Fahrer ein, die allesamt das Anfangstempo unterschätzten und "explodierten". In einer langen Steigung konnte sich Ralf dann kurzfristig von Steffen absetzen, der ihn nach 15 Kilometern aber wieder ein- und überholte. So sicherte sich Steffen mit einer sehr guten Renneinteilung in diesem starken Teilnehmerfeld nach 4:28 Stunden – wie gesagt – einen ausgezeichneten 7.Platz.

Auch Achim Matt hatte im Ziel allen Grund zum Strahlen. Obwohl er sich ab Kilometer 30 „zusehends schlapper“ fühlte, kämpfte er verbissen um eine ganze Zeit – und sicherte sich über die Mitteldistanz (58 Kilometer) den 2. Platz in seiner Altersklasse – trotz einer Schrecksekunde kurz vor dem Ziel.

Die letzten fünf Kilometer gingen wieder gut und es machte einfach nur Spaß, auf den Trails zu rasen. Bei der letzten Abfahrt wollte ich noch einen Fahrer von einer anderen Strecke überholen - und flog im wahrsten Sinne des Wortes an ihm vorbei. Aber nur bis zu einem Baum, der mich ziemlich abrupt bremste“, erzählte Achim lachend im Ziel, dem Gott sei Dank außer leichten Blessuren nichts passiert ist.

Zwar ohne Sturz, aber dennoch nicht berauschend lief es für Mark Böttger, der in dieser Saison jobbedingt bisher nur wenig Rennkilometer sammeln konnte. Da in der letzten Zeit die Formkurve allerdings im Training spürbar nach oben zeigte, entschied er sich für die Langstrecke – und bereute diesen Entschluss mit zunehmender Renndauer allerdings immer mehr.

In der ersten Runde, die mit der Mitteldistanz identisch war, war ich eigentlich ganz ordentlich unterwegs“, berichtete Böttger im Ziel. Aber in der zweiten, etwas kürzeren Runde kam „dann gleich mehrmals der Mann mit dem Hammer“. Völlig entkräftet schleppte sich Böttger über die matschigen Trails und ins Ziel. Das bescheidene Ergebnis des K(r)ampfes: Platz 48 in seiner Altersklasse.


Montafon-Marathon: Mayer mit Einbruch, Kron mit schwerem Sturz

Wolfgang Mayer war nach der Premiere des Montafon-Marathons, bei der er es auf der Extrem-Distanz (155 Kilometer, 5200 Höhenmeter) mit bekannten Größen wie Hannes Metzler (Vaude Simplon), Karl Markt (SRM Stevens) und Daniel Gathof (Rocky Mountain) zu tun bekam, ebenfalls völlig fertig: „Das war bis jetzt in meiner Laufbahn das brutalste Rennen, das ich jemals gefahren bin – hier bin ich definitiv über meine Grenzen hinaus gegangen.“


Mayer konnte am Anfang mit den Spitzenfahrern gut mithalten und reihte sich bis Kilometer 110 um Platz 6 ein. „Aber dann kam auf den letzten 30 Kilometern der absolute Einbruch“, erzählte Meyer im Ziel zerknirscht. So musste er am letzten Anstieg Position um Position hergeben und finishte nach einer Fahrzeit von rund neun Stunden auf Platz 21.

Noch schlimmer erwischte es seine Teamkollegin Jasmin Kron, die sich im Montafon ebenfalls den letzten Schliff für die in wenigen Tagen beginnende Trans Schwarzwald holen wollte. Auf einer schnellen Schotterabfahrt kam der FXX-Racerin plötzlich ein Auto entgegen, das wegen der mangelnden Absperrmaßnahmen der Organisatoren auf der Strecke unterwegs war. Kron musste deshalb stark abbremsen und der Fahrer hinter ihr knallte ihr ungebremst ins Bike.

Die Folge war ein kapitaler Sturz – und, wie die Diagnose im Krankenhaus ergeben hat, ein Meniskus-Anriss im Knie. „Damit ist die Trans Schwarzwald für Jasmin gelaufen. Und ihre ganze darauf ausgerichtete Vorbereitung war für die Katz“, ärgerte sich Teamchef Florian Dobner über die schlechte Nachricht – und die unprofessionelle Organisation.


12 Stunden WM Fischbachau: Gross knapp am Podest vorbei

Bereits am Samstag stand Christoph Gross mit seinen Bike-Kumpels Pascal Hempel (Juniorenfahrer RV Gomaringen), Ralf Genal (SV Ravensburg) und Valtenin Fiederer (Team Bergamont) unter dem Decknamen „Schwabenpower Racing“ bei der ersten 12 Stunden WM in Fischbachau (Schliersee) am Start.

Zu Beginn des Rennens hielten sich die „Youngsters“ (Durchschnittsalter 20 Jahre) etwas zurück und schauten auf konstante Rundenzeiten. Nach dem Startgetümmel konnten sie sich etwas nach vorne arbeiten und waren schon bald in Schlagdistanz auf den 3. Platz.

Nach 12 gefahrenen Stunden und 36 Runden später wurde es eine Minutenentscheidung um den 3.Platz. „Leider fehlten am Ende ein paar Körner und wir haben den Bronzerang um rund drei Minuten verfehlt“ erzählte Gross etwas enttäuscht, aber dennoch glücklich nach dem Rennen.

Am nächsten Wochenende wird Gross mit einigen weiteren Team-Kollegen wie beispielsweise Achim Matt und Mark Böttger beim Bike-Marathon in Neustadt an der Weinstraße an den Start gehen. „Und dann werde ich mich erstmals über die Langdistanz versuchen“, blickt Gross voraus.


„Beim Rennen sind wir gleich doppelt aufgefallen“, erzählten die beiden Sportwissenschaftler strahlend im Ziel, „mit tollen Kompressions-Tapes von k-tape an den Beinen waren wir auf der Strecke und dem Bike-Gelände der Hingucker und das Gesprächsthema Nummer 1!“Auch ihr Freund und Team-Kollege Stefan Röder hat wieder zu seiner alten Form gefunden. Ebenfalls auf der Mitteldistanz unterwegs, konnte er von Rennbeginn an dem hohen Tempo der Top-Fahrer standhalten. Die Hitze und leichte Krampfansätze drosselten ihn zwar in der zweiten Rennhälfte, dennoch erreichte er als 6. in seiner Altersklasse (15. Gesamt) auf der Mitteldistanz das Ziel.

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